Magie und Esoterik
"Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit."
Khalil Gibran, Der Prophet

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 Nacht vom 23ten auf den 24ten November

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Lyone
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BeitragThema: Nacht vom 23ten auf den 24ten November   4th Dezember 2011, 3:08 am

Traum vom 23ten auf den 24ten November

Asmodeus‘ Tod
Ich traf mich bei schönem Frühlings- oder Maiwetter mit dem eleganten, jungen Asmodeus und wir gingen einen langen Weg in der Natur entlang und unterhielten uns ausführlich über diverse Dinge. Vergangenes und unsere Freundschaft betreffend. Aber auch Gegenwärtiges und Zukünftiges. Ich glaube, dass ich eine Menge Fragen zu ihm hatte und dass er sie mir aber auch nach bestem Gewissen beantwortet hatte. Ich glaube, dass ich sogar unsere jetzige Situation zu ihm angesprochen hatte. Jedenfalls war es ein sehr schönes, offenes Gespräch.

Wir gingen an Feldern vorbei und kamen an ein kleines von Bäumen gesäumtes Stück Land, durch das früher mal eine Zugstrecke führte. Heute war sie stillgelegt und längst mit Gräsern jeglicher Art zugewachsen. Nur eine sachte Erhebung zeugte noch von vergangenem Industriebelangen. Wir gingen an dieser Erhebung vorbei und zuerst viel mir die vogelscheuchenartige Puppe gar nicht auf. Aber Hannah und Friedrich und auch Matze traten zu uns heran und ich hörte Hannah noch sinngemäß sagen:

„Vi! Das kannst du nicht machen. Er ist ein Dämon. Du weißt, was wir für Probleme mit ihm haben. Nutze die Gelegenheit. Es ist die beste Chance jetzt, sich ihm zu entledigen.“

Ich musterte Asmodeus zuerst, doch plötzlich drehte sich die Vogelscheuche um und gab mir entweder das Gefühl oder sagte es mir sogar, dass ich nicht scheitern könne, wenn ich mich dazu entscheide und dass sie mich unterstützen würde.

Asmodeus distanzierte sich schon etwas von mir, oder ich tat es unbewusst. Er lächelte und ich sah in das Gesicht, das ich immer sah, wenn so etwas passierte. Ich zog meine Waffe. Wir kämpften (ich weiß nicht, wer angefangen hat. Ich glaube, dass wir beide aufeinander losgingen…) und ich spürte, dass ich ihm unterlegen bin. Seine Bewegungen waren schnell und gewandt. Da löste mich plötzlich die Vogelscheuche ab, die ich jetzt erst als ein buntangezogener (gelb, schwarz und dunkelblau überwogen) Harlekin realisierte. Er trug eine Mütze mit zwei langen Zipfeln, die fast bis zum Boden reichten. Seine Schuhe liefen spitz zu und waren schwarz. Ich glaube, dass er eine schwarze Maske über die Augen trug. Seine Kampffertigkeiten waren beeindruckend. Sie waren schnell und präzise. Und er tanzte viel mehr, als dass er kämpfte. Mich faszinierte seine Leichtigkeit, doch mich erschreckte, dass auch er gegen Asmodeus‘ Schnelligkeit keine Chance hatte. Ich entschied mich, ihm zu helfen und griff Asmodeus erneuten Males an, während meine Freunde mir sagten, dass es die beste Gelegenheit dafür sei, uns ihn ein für alle Mal zu entledigen – wir hätten dann nie wieder Probleme mit ihm. Vor allem Hannah und Friedrich redeten so, da sie nur schlechte Erfahrungen mit Dämonen bisher gemacht hatten (Astaroth im Herzraum und gebrochene Rippe durch Astaroth), leuchteten mir ihre Worte wohl ein.

Ich schnappte mir Asmodeus von hinten und umgriff ihn so fest, wie es mir möglich war, mit meinen Armen. Wir rangen. Doch ich konnte ihn zu Fall bringen. Ich fiel auf den Rücken und Asmodeus fiel auf mich. Da griff der Harlekin blitzschnell nach seiner Chance und stach mit seinen (?) henochischen Dolchen zu. Ich ließ Asmodeus los und löste mich von ihm. Als ich unter ihm herausgekrabbelt war, sah ich auf und der Harlekin lächelte nur. Ich bin sicher, er sagte noch irgendwas, aber ich erinnere mich nicht mehr. So sah ich zum Dämon und bereute schon, was ich tat. Immerhin waren wir sowas wie Freunde. Er sah mich an, ein Faden Blut lief ihm aus dem Mund. Er griff mit seinen kalten Händen sanft eine der meinen und auch er sagte irgendetwas, woran ich mich nicht mehr erinnere. Ich wusste, dass er schwer verletzt war und dass es möglich sei, dass er sich von diesen Wunden nicht mehr erholen könnte. Und gleichzeitig ahnte ich, dass es noch nicht vorbei sei. Der Harlekin trat auf mich zu und legte eine Hand auf meine Schulter.

„Geh, verarbeite.“
Ich sah ihn an, ich war unglaublich geknickt. Dann aber erhob ich mich, ging an meinen Freunden, die erleichtert waren, vorbei und zog mich an eine Stelle am See zurück. Zumindest hatte ich das vor, aber keine war mir geeignet genug. Eine war zu sumpfig, die andere war zu offen. Ich wollte einfach nicht, dass meine Freunde sehen, wie sehr mir das zu schaffen macht, da Asmodeus immer noch der ist, der er ist und damit vernünftigerweise NICHT mein Freund sein sollte und es mir schon gar nicht leid tun dürfte…

Ich fand keinen Platz und wanderte weiter. Und kehrte während des ganzen Traumes nicht mehr zum vermeintlich toten Asmodeus (und meinen Freunden) zurück.
(Alles, was dann folgte, ist aber weniger von Bedeutung.)

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